Auf Wiedersehen Scuol, hallo Livigno! Tag 4 führte uns von der Schweiz nah Italien. Aber Livigno, da war doch was? Ach ja, der Tunnel. Wer sich bis jetzt noch nie nach Livigno verirrt hat, sollte dieses schleunigst nachholen. Allein der Tunnel der von der Schweizer Seite herüber führt, ist die Reise wert. Das gefühlte 2,5m breite Loch in der Wand ist nicht sehr vertrauenserweckend, ist aber der einzige Weg in Steuerparadies Livigno. Auch die anschließende Staumauer und Galerie sind, soweit man bereit ist dafür Maut zu bezahlen, ein echtes Erlebnis mit grandiosen Aussichten. Also, schnell die Koffer gepackt und ab dafür.
Bei aller Schwärmerei fanden natürlich auch heute wieder sportliche Höhepunkte statt. Die mit 74km mittellange Etappe hatte zum Beginn den langen Anstieg zum Pass da Costainas, mit 2251m die zweithöchste Erhebung des heutigen Tages, zu bieten, auf den die Abfahrt in Richtung Tschierv folgte. An der ersten Verpflegung waren sowohl bei den Herren, als auch bei den Mixed Teams alle Favoriten zusammen und so sollten die technisch schwierigen Singletrails um den Passo Alpisella die Entscheidung bringen.
Daniel und Pia konnten einmal mehr ihre Gegner kontrollieren und sich zum Schluß hin absetzten um mit einem Vorsprung von 3 Minuten ins Ziel zu kommen. Das macht Summa Summarum 24 Minuten am Tag 4. Nach wie vor eine sehr komfortable Geschichte, allerdings sollte man immer im Hinterkopf behalten, daß mit einem technischen Defekt, oder Sturz gleich viel verspielt ist. Soweit wollen wir aber nicht denken und hoffen, daß das Deutsch-Finnische Dreamteam wohlbehalten bis Riva kommt.
Die Herren haben heute eine 8. Platz herausfahren können, was sie gleichzeitig in der Gesamtwertung wieder auf den 8. Platz nach vorne bringt.
Das hervorragende Mannschaftsergebnis rundet Senior Ferdi Ganser mit dem 2. Platz am heutigen Dienstag und 1. Platz in der Gesamtwertung ab.
Auch die weiteren Teammitglieder, wie Claudia Langer und Markus NIedermaier, die auf einem sehr guten 22. Platz in der Mixed Wertung unterwegs waren sollten an dieser Stelle entsprechen gewürdigt werden.
Morgen steht dann der Riesenklopper dieser Tour ins Haus. Von Livigno geht es auf einer Strecke von 106km mit insgesamt 3461 Klettermetern. Selbst die Profis sollten hier knappe 5 Stunden veranschlagen.
Wir werden Berichten, welche Opfer die Königsetappe gefordert hat, werden uns aber vorher ausgiebig dem heute anstehenden Bergfest widmen.
Also, Prost!
Euer Bikeaction Team



