Gullyver’s Travels: Episode One

ME - 30. Januar 2017

Text: Geoff Gulevich

Video Damien Vergez

 

Als gesponsorter Athlet war ich für die diversen Wettbewerbe zwar schon in vielen Ecken diesen Welt unterwegs, habe jedoch selten mehr als die kleinen Bergdörfer gesehen, in denen die Events normalerweise stattfinden. Und je länger ich dabei bin, desto mehr zieht es mich raus aus dieser Blase, um die Welt außerhalb davon zu entdecken. Gully’vers Reisen ist mein Aufruf an Alle, diese extra Schritte zu wagen und neue Orte kennenzulernen.

In dieser ersten Ausgabe geht es in die Französischen Alpen, zusammen mit meinem Freund und Rocky Mountain Team Kollegen, Tito Tomasi. Als Weltenbummler und phänomenaler Mountainbiker war Tito mit seinem Bike schon in den entlegensten Regionen dieser Welt unterwegs. Sein Lebensmotto lautet Vive la vie (Lebe das Leben), und genau das hatten wir vor.

Unsere Mission began in dem kleinen Dorf Abriès. Wir strampelten bergauf bis die Steigung es nicht mehr zuließ und wir die Bikes schieben mussten. So erreichten wir etwas später unser Tagesziel, den Malrief See auf 1830m, an dessen Ufer wir unsere Zelte für die Nacht aufschlugen. Kurze Zeit später, pünktlich zum Sonnenuntergang, standen die Zelte, ein kleines Lagerfeuer loderte und wir begannen uns unsere Bäuche Stilecht mit Bier, Krustenbrot, Bauernschinken und diversen Käsesorten vollzustopfen - immerhin waren wir in Frankreich.

Der nächste morgen begann sehr früh, gefolgt von einer vier Stunden Wanderung mit den Bikes auf dem Rücken. Am schneebedeckten Gipfel von Grand Glaiza angekommen, ließ uns das Panorama jedoch jegliche Qualen vergessen. Wir genossen die spektakuläre Aussicht bevor wir uns an die 3.300 Höhenmeter Abfahrt zurück ins Tal machten.

Zurück in Abriès trennten sich unsere Wege. Tito hatte eine weitere Reise geplant und ich wollte unbedingt noch in den Bikepark von Chatel, um nach dieser langen Tour ein wenig die Sau raus zu lassen. Kein Wunder, dass die Locals hier alles Schredder sind, der Park bietet jede Menge Trails mit gutem Flow und ansehnlichen Jumps.

Nach zwei Tagen Höhentraining und fremden Bikeparks war es Zeit die Heimreise anzutreten. Ein großes Dankeschön geht an Tito, der sich auch als Tourguide nicht verstecken muss, und an den Bikepark Chatel für die unübertreffbare Gastfreundlichkeit. Bis zum nächsten Mal.

Wir sehen uns auf den Trails. - Gully